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Buchempfehlungen
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Dunkle Tage
Gunnar
Kunz
Berlin, 1920. Soziales Elend, politische
Richtungskämpfe und Ungewissheit bestimmen
den Alltag. Inmitten der Nachkriegswirren wird
Hendrik Lilienthal, Philosophieprofessor an
der Universität, zu den Ermittlungen im
Mordfall
Max Unger hinzugezogen. Unger war
Industrieller, Kriegsgewinnler und bekannt für
seine rabiaten Methoden. Sein Tod lässt denn
auch mehr Sektkorken knallen als Tränen fließen.
Verdächtige gibt es zuhauf: die Brüder
des Opfers, die ihre eigenen Pläne mit dem
Unger‘schen Konzern haben. Eine
Arbeiterfamilie, der Max Unger das Leben zur Hölle
gemacht hat. Rechts gerichtete Militärkreise,
die einen Putsch gegen die junge Republik
planen. Oder besteht gar eine Verbindung zu
den jüngst verübten Morden an Rosa Luxemburg
und Karl Liebknecht?
Gegen seinen Willen lässt sich Hendrik
Lilienthal immer tiefer in die Ermittlungen
hineinziehen. Eine Verbündete findet er in
der streitbaren Physikstudentin Diana Escher,
der Nichte des Toten. Bewaffnet mit dem Witz
der Philosophie und den Gesetzen der
Naturwissenschaft stellen sie auf eigene Faust
Nachforschungen an, die sie in die
barbarischen Wohnverhältnisse der
Mietskasernen Berlins, in unternehmerische
Intrigen und in die Schusslinie der
Putschisten führen.
Gunnar
Kunz
Dunkle
Tage
Sutton
Verlag 11/2006
9,90
€
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Doppelte
Gefahr
Hans
Lebek
Zwei
Freunde, Max und Gerd, Inhaber einer kleinen
Spedition, werden von Piotr und seinen
"Gorillas" erpresst, Holzsärge
aus Polen zu holen. Das lukrative Geschäft
entpuppt sich jedoch bald als
Menschenhandel. Um sich aus der lebensgefährlichen
Abhängigkeit Piotrs zu befreien, beschließen
die beiden Freunde, dass Gerd sich in Piotrs
Bande einschleusen soll, um dort Beweise zu
sammeln. Als Gerd sich das Vertrauen Piotrs
erworben hat, wird er zum geachteten
Gefolgsmann und empfängt das
Mitgliedszeichen - einen wertvollen Ohrring.
Max erkennt dieses Schmuckstück wieder. Vor
einiger Zeit ist er Zeuge eines tödlichen
Autounfalls geworden, dessen Opfer eben
diese Ohrringe trugen. Bei den Leichen fand
er zwei Metallkoffer, deren Inhalte auf ein
in viele Einzelteile zerlegtes Hightech-Gerät
hinweisen. Mit Hilfe einer Frau, in die sich
Max verliebt, löst er das unfassbare Rätsel
der Maschine, während Gerd hinter das
perverse Geheimnis des Menschenhandels kommt
...
Militzke
Verlag
TB
12,00 €
erschienen
März 2002
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Der Dieb und die Tänzerin
Antonio
Skármeta
Ein
nostalgisch-poetisches Bild
Am
13. Juni, dem Tag des heiligen Antonius von
Padua, öffnet Chiles Präsident zwei Männern
das Tor zur ersehnten Freiheit: Der
romantische Gelegenheitsdieb Ángel Santiago
und der legendäre Kunsträuber Nicolás
Vergara Grey werden aus dem Gefängnis der
Hauptstadt entlassen. Ángel träumt von einer
eigenen Farm und der Liebe zu der Tänzerin
Victoria, Vergara Grey von der Versöhnung mit
seiner Familie. Doch noch sind die beiden so
unterschiedlichen Männer durch ein
schicksalhaftes Wissen miteinander verbunden:
Nur sie kennen den Weg zu dem geheimen Schatz
des Diktators im Tresor der ehemaligen
Geheimpolizei. Der große gemeinsame Coup soll
beiden in wenigen Tagen ein sorgloses Leben im
Glück ermöglichen. Dabei ahnen sie nicht,
dass ein skrupelloser Mörder nach ihnen
sucht.
Mit
viel Herz und Wärme beschreibt Skármeta die
Geschichte der beiden sympathischen
Anti-Helden. Dabei erzählt er mit Zärtlichkeit
und Kraft von der "neuen"
demokratische Gesellschaft im heutigen Chile
und von einer magischen ersten Liebe, um deren
Willen viele Menschen Kopf und Kragen
riskieren. Ein poetischer, spannender und
zuweilen melancholischer Roman, dessen
südamerikanischen Flair man sich nur schwer
entziehen kann.
Antonio
Skármeta
Der
Dieb und die Tänzern
Piper
2006
10,00
€
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Die dritte
Jungfrau
Fred Vargas
Adamsberg
hat ein altes, kleines Haus mitten in Paris
erworben. Doch in dem Haus spukt es, sagt der
Nachbar. Der Schatten einer frauenmordenden
Nonne aus dem 18. Jahrhundert schlurft des
Nachts über den Dachboden. Gehört hat der
Kommissar das schon, aber was macht ihm das
aus, wo er es doch mit viel gegenwärtigeren,
furchtbaren Schatten zu tun hat. Einem zum
Beispiel, der in einer Pariser Vorstadt zwei
kräftigen Männern mit einem Skalpell die
Kehle durchgeschnitten hat. Was keiner außer
sieht: Beide haben Erde unter den
Fingernägeln. Wonach haben sie gegraben, das
sie das Leben kostete?
Fred Vargas
Die dritte
Jungfrau
Aufbau Verlag
02/2007
19,95 €
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Dr.
Siri und seine Toten
Colin
Cotterill
Exotisches
Laos, rätselhafte Todesfälle und die
originellste Ermittlerfigur des
Krimigenres
Dr.
Siri Paiboun hatte bislang eigentlich nur
mit lebenden Patienten zu tun. Doch nun wird
er mit seinen 72 Jahren noch zum einzigen
Leichenbeschauer von ganz Laos ernannt - als
letzter verbliebener Genosse mit
medizinischem Hintergrund. Es bleibt ihm
keine Wahl, als sich ohne jedes Fachwissen,
aber mit der Unterstützung zweier ebenso
unqualifizierter Assistenten, an seinem
ersten Fall zu versuchen: Frau Nitnoy, die
Gemahlin eines Parteibonzen, ist bei einem
Essen des Frauenverbands plötzlich
verstorben, und Dr. Siri argwöhnt, dass es
dabei nicht mit rechten Dingen zuging. Mit
Hilfe eines alten französischen Lehrbuchs,
vor allem aber mit viel Witz und Intuition
macht er sich daran, die Sache unter die
Lupe zu nehmen. Prompt gerät Dr. Siri
selbst in Gefahr, doch zum Glück kann er
auf zahlreiche Helfer zählen wie seinen
alten Freund und Parteigenossen Civilai, die
Chemielehrerin Oum und die Sandwichverkäuferin
Tante Lah, die Dr. Siri jeden Mittag mit
ihren Köstlichkeiten versorgt - und ein
Auge auf ihn geworfen hat ...
"Hinreißend
neu und exotisch! Selbst wenn Cotterill nur
die Verhältnisse in Laos beschrieben hätte,
wäre dieser Krimi schon faszinierend. Aber
dazu kommen dann noch die diversen Fälle,
die über seinen Seziertisch wandern."
The New
York Times
"Colin
Cotterill hat einen wunderbaren Sinn für
Possen, und mit Dr. Siri ist ihm eine Figur
gelungen, die von einem Hauch des Mystischen
umweht, aber zugleich zutiefst menschlich
ist. Die Nebenrollen sind wunderbar besetzt,
und es entsteht ein echtes Gemeinschaftsgefühl
zwischen ihnen. Die Dialoge sind witzig, die
Beziehungen zwischen Dr. Siri und seinen
Mitarbeitern und Freunden sind herzlich,
bisweilen respektlos und immer liebevoll
realistisch. Ein wundervoller, origineller,
ungewöhnlicher Roman voller Figuren, mit
denen man unbedingt mehr Zeit verbringen möchte."
Aust
Crime Fiction
Colin
Cotterill
Dr. Siri und seine Toten (The Coroners
Lunch, 2005)
Goldmann
Verlag 2008
17,95 Euro
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